Stimmabgabe bitte bis spätestens 1. Oktober

Unsere Generalversammlung findet dieses Jahr auf elektronischem Weg statt!




Quellenangabe: Aus dem Blog des Carus-Verlages

Die Corona-Zeit ist eine stille Zeit.

 

Damit die Stimme nicht leidet, gibt es hier ein paar einfache Tipps für das Singen zuhause von Julia Schürer, Gesangslehrerin, Stimmbildnerin und Mit-Autorin des Buches «Einfach Singen!».

 

In Corona-Zeiten befürchten viele Sänger und Sängerinnen, dass die Stimme ohne Chorproben leidet, dass sie Schaden nehmen wird oder im schlimmsten Fall «verloren geht». Ich kann Sie beruhigen: die Stimme nimmt keinen Schaden, wenn Sie nicht singen. Sie geht auch nicht verloren. Die Stimmbänder sind und bleiben, wo sie sind. Im schlimmsten Fall haben Sie mehr Schleim im Hals und die Kondition nimmt ab, etwa wie beim Sport ohne Training.

 

Es gibt aber einiges, was Sie im Alltag für die gute Funktion und das Training Ihrer Stimme tun können, bis dann die regulären Chorproben wieder losgehen:

 

- Jede Art von Bewegung dient auch Ihrer Stimme! Jede Art von Aufmerksamkeit, die Sie Ihrem Körper schenken, wirkt sich positiv aus auf die Klänge die Ihrem Körper entspringen. Und insbesondere: Gutes Sprechen dient dem Singen!

 

- Achten Sie beim Sprechen auf eine gute Lautstärke und spannen Sie gut ab! Es ist dieselbe Stimme, mit der Sie auch wieder singen werden.

 

- Wenn Sie alleine wohnen und derzeit wenig Gelegenheit haben, mit jemandem zu sprechen: Rezitieren Sie Gedichte. Stellen Sie die Zeitung auf einen Notenständer und lesen Sie den Text laut. Auch Chorliteratur kann im Rhythmus sprechend aufgesagt werden.

 

- Korrigieren Sie Ihre Haltung jederzeit und überall: Füße, Becken, Brustkorb, Kopf ins Lot bringen, hinunteratmen. Das geht an jeder Bushaltestelle und auch in Ihrer Wohnung.

 

- Lassen Sie Ihren Unterkiefer los, öffnen Sie leicht den Mund. Fühlen Sie, wie sich die Gegend um den Kehlkopf herum entspannt. Jederzeit machbar.

 

- Schwimmen Sie, joggen Sie, wandern Sie, tanzen Sie: Alles kräftigt die Lunge und hält den Körper geschmeidig, dient immer auch der Stimme.

 

- Summen Sie kleine Melodien im Alltag. Nichts hilft der Stimme mehr als diese feinen Summ-Übungen, die den ganzen Schädel zum Klingen bringen!

 

- Singen Sie, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Ein Kinderlied, eine Melodie, die Ihnen gefällt. Es muss nicht die Chorliteratur sein, es geht nur darum, die Stimme einzusetzen.

Julia Schürer, Gesangslehrerin und Stimmbildnerin

www.julia-schuerer.ch

 


Besucherzaehler